Dekarbonisierung und aktives Umweltmanagement

Als Teil der Allianz Trade Gruppe tragen wir entschlossen zur Transformation in Richtung Netto-Null-Emissionen bis 2050 bei. Daher wollen wir in unserem eigenen Geschäftsbereich mit gutem Beispiel vorangehen.

Hierfür verfolgen wir gemeinsam in der Allianz Trade Gruppe das ambitionierte Ziel, bis zum Jahr 2030 im Betrieb unsere Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) um 65 % verglichen mit dem Basisjahr 2019 zu reduzieren. Diese Ziele stützen wir durch eine Reihe von Initiativen, die darauf ausgerichtet sind, unseren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich zu verringern – unter anderem durch Maßnahmen zur Reduzierung mobilitätsbedingter Emissionen, eine effizientere Nutzung von Energie und Ressourcen sowie klare Richtlinien für eine verantwortungsvolle Betriebsführung.

Die Mobilität unserer Mitarbeitenden ist das größte Handlungsfeld bei der Reduktion unserer THG-Emissionen. Das Versicherungsgeschäft lebt – gerade im Vertrieb – immer noch stark von persönlichen Begegnungen. Deshalb lassen sich Dienstreisen nicht vollständig vermeiden. Umso wichtiger ist daher eine aktuelle, umfangreiche und wirkungsorientierte Reiserichtlinie. Diese beinhaltet unter anderem ein starke Einschränkung und ein teilweise Verbot von Inlandsflügen, sowie eine aktive Nutzung von Videokonferenzen für interne und externe Termine. In einigen Vertriebsbereichen werden digitale Meetings dabei zur Regel und Präsenztermine zur Ausnahme. 

Unser Ziel ist es zudem, bis 2030 unsere gesamten Dienstfahrzeuge zu elektrifizieren. Dies bedeutet konkret, dass Mitarbeitende bei der Bestel-lung neuer Fahrzeuge hauptsächlich nur noch vollelektronische Modelle oder alternativ eine BahnCard 100 wählen können. In den nächsten Jahren werden wir so sukzessive den Anteil der Hybrid- und Verbrennerfahrzeuge reduzieren, um schließlich unsere Flotte vollständig zu elektrifizieren. Eine entsprechende Infrastruktur wie Ladesäulen für E-Fahrzeuge ist mit dem Umzug in unser neues Gebäude bereits aufgebaut worden und kann nach Bedarf problemlos erweitert werden. Die Ladesäulen in unserem Parkhaus sind für unsere Mitarbeitenden derzeit kostenlos nutz-bar. Damit bieten wir unserem Team Anreize, auch privat auf Elektromobilität umzusteigen. 

Zudem fördern wir andere Formen der nachhaltigen Mobilität: Neben Zuschüssen zum ÖPNV bieten wir eine Teilnahme am JobRad-Programm an. Mit frei zugänglichen Luftpumpen und kostenlosen Ladestationen für E-Bikes in unserer Fahrradgarage fördern wir zusätzlich, dass unsere Mitarbeitenden aufs Rad umsteigen.

2020 haben wir an unserem Unternehmenssitz in Hamburg-Bahrenfeld den 23-stöckigen Büroturm aufgegeben, der seit 1981 als Deutschland-zentrale diente. Wir sind in einen Neubau – das Allianz Trade Quartier – gezogen, der nach modernen Effizienzstandards errichtet und von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Gold-Status zertifiziert wurde. Die effiziente Bauweise und Gebäudetechnik haben zusammen mit der deutlich verkleinerten Bürofläche unseren Energie- und Ressourcenbedarf erheblich reduziert. 

Darüber hinaus arbeiten wir weiter daran interne Prozesse effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Papier ist eine Ressource, die im Versicherungsgeschäft traditionell eine große Rolle spielt. Durch die Digitalisierung unserer Kommunikation und Prozesse fahren wir den Papierverbrauch sukzessive weiter zurück. Dies wirkt sich zugleich positiv auf den im Unternehmen anfallenden Abfall aus. Um die Menge an Abfall noch weiter zu reduzieren, setzen wir auch bei der Beschaffung auf Nachhaltigkeit. Die in unseren Beschaffungsrichtlinien verankerte Umweltrelevanz legt schon heute besonderes Augenmerk auf das Vermeiden, Vermindern und Verwerten von Abfall, und zwar in dieser Reihenfolge. Mit dem Umzug in das Allianz Trade Quartier haben wir die Papierkörbe an den Schreibtischen abgeschafft – den Abfall sammeln wir nun auf allen Stockwerken zentral. Das animiert unsere Mitarbeitenden einerseits dazu, weniger Abfall zu produzieren. Andererseits unterstützt es sie bei der Mülltrennung, da sie sich beim Einwerfen des Abfalls zwischen den jeweils beschrifteten Tonnen für Wertstoffe, Glas, Papier, Bio- und Haushaltsmüll entscheiden müssen. Zudem verfolgen wir eine optimierte Verbrauchsplanung, insbesondere in unserem Betriebsrestaurant. In Zusammenarbeit mit unserem Catering-Partner setzen wir auf datenbasierte Bedarfsplanung und kontinuierliche Abfallmessung. Durch KI-gestützte Prognosesysteme, ganzheitliche Lebensmittelnutzung und strukturiertes Abfallmanagement wird der Wareneinsatz präzise geplant und Lebensmittelverschwendung aktiv reduziert. Unser Ziel: unter 70 Gramm Abfall pro Gast – deutlich unter dem Branchenstandard.

Neben der Einhaltung von Rechtsvorschriften und internationalen Grundsätzen ist es unser Ziel, die Umweltauswirkungen unserer Beschaffung zu minimieren. Den Rahmen dafür gibt die “Allianz Sustainable Procurement Charta" vor. Darüber hinaus fußt unser Beschaffungswesen auf zwei weiteren Säulen, bei denen das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt. Das ist zum einen unsere lokale Beschaffungsrichtlinie. Sie definiert, wie der Einkauf bei uns abläuft und worauf wir dabei achten. In der Beschaffungsrichtlinie sind bereits heute zahlreiche soziale und ökologische Kriterien enthalten. Diese gelten etwa für die Auswahl von Lieferanten oder von Produkten wie beispielsweise holzbasierten Materialien oder Büropapier. Zum anderen setzen wir auf einen “Vendor Code of Conduct”. Dieser Kodex ist die Erweiterung unserer Corporate-Responsibility-Vereinbarung für Lieferanten: Unsere Lieferanten verpflichten sich seit 2016 freiwillig dazu, bestimmte Standards bei Menschenrechten, Arbeitsbedingungen und Antidiskriminierungskriterien einzuhalten. Seit 2022 ist es für alle unsere größeren Lieferanten verpflichtend, den Vendor Code of Conduct zu unterschreiben. Im Rahmen eines Vendor Integrity Screenings überprüfen wir zudem Lieferanten und bevorzugen solche Unternehmen, die nicht nur selbst nachhaltige Praktiken verankert haben, sondern diese auch in ihrer eigenen Lieferkette vorantreiben. 

Um unsere Mitarbeitenden im Einkauf für die Bedeutung von ESG-Kriterien zu sensibilisieren, bieten wir Schulungen zur sozialen und ökologi-schen Lieferkettengestaltung an.